Die nächste Stufe kommt bestimmt

  • Diesmal wird bei meinem Sohn alles doppelt und dreifach überprüft.

    Das ist verständlich denn er ist Wiederholungstäter.


    Im Sommer deutete alles schon auf die nächste Stufe hin: selbstständiger Ausgang 6 Stunden.

    Wir haben uns den Besuch so schön ausgemalt: Mit dem Fahrrad wollte er mich besuchen, Fahrtzeit 1 Stunde.

    Das erforderliches Prepaidhandy hab ich besorgt.


    Die Klinikleitung entschied, im Gegensatz zu seiner ersten Verurteilung, vorab einen Gutachter hinzu zu ziehen. Danach sollte das okay kommen.

    Der Gutachter kam aber erneut. Danach sollte das okay kommen.

    Der Gutachter kam ein drittes Mal. Danach sollte das okay kommen.


    Das abschließende Okay kam noch nicht.

    Der Gutachter teilte aber mit, dass er meinen Sohn im 64iger am richtigen Ort sieht.

    Eine sehr wichtige Information.


    Und er machte den Vorschlag, meinen Sohn mitzunehmen, wenn er eine Fallbesprechung vor 25 Fachleuten macht.

    Mein Sohn soll anonym dazwischen sitzen.


    Seltsam.

  • Liebe Seniorin,

    es ist wie es ist.Immer noch heisst es warten auf jede Entscheidung.

    Im Endeffekt verstehen wir es, wünschen uns es aber eigentlich anders.


    Meint der Gutachter aber wirklich den Fall deines Sohnes ? Finde ich eine merkwürdige Idee, auch deinem Sohn gegenüber.:/


    Aber gut, vielleicht kommt etwas positives für ihn dabei rum.

    Ich drücke euch die Daumen :thumbup:

    LG von Loona

  • Liebe Seniorenkino

    Auch ich drücke dir die Daumen, kann ich mir doch lebhaft vorstellen wie du auf den Moment des Ausgang fieberst. Und ich meine mich erinnern zu können dass dein Sohn noch länger sitzt als meiner... Also beide Daumen bleiben gedrückt

  • Die Klinikleitung entschied, im Gegensatz zu seiner ersten Verurteilung, vorab einen Gutachter hinzu zu ziehen. Danach sollte das okay kommen.

    Der Gutachter kam aber erneut. Danach sollte das okay kommen.

    Der Gutachter kam ein drittes Mal. Danach sollte das okay kommen.

    Hallo Seniorenkine, wenn ich es richtig verstanden habe, hat man deinem Sohn eine Fortschreibung seines Therapieplans in Aussicht gestellt und seither gab es 3 Treffen mit dem Gutachter. ……… oder? Aus meiner Sicht ist dies völlig normal, weil ein Gutachten nicht nach einem Treffen mit deinem Sohn geschrieben werden kann. Man muss sich doch etwas kennenlernen und zudem haben der Gutachter und dein Sohn einen komplexen Fragenkatalog abzuarbeiten, der Grundlage des Gutachtens ist. … Das "dein Junge" nun an diesem Punkt ist, ist doch positiv zu bewerten. … Man schenkt ihm Aufmerksamkeit, man nimmt ihn ernst.


    Der Gutachter teilte aber mit, dass er meinen Sohn im 64iger am richtigen Ort sieht.

    Eine sehr wichtige Information.

    Das lese ich so wie, "er ist auf dem richtigen Weg!"

    Und er machte den Vorschlag, meinen Sohn mitzunehmen, wenn er eine Fallbesprechung vor 25 Fachleuten macht.

    Mein Sohn soll anonym dazwischen sitzen.

    Diesen Satz verstehe ich nicht ganz. Soll dein Sohn derjenige sein bei dem es in der Besprechung mit den Fachleuten geht. Oder geht es um den Fall einer anderen Person? Das wäre ja ein großer Unterschied.


    Liebe Grüße, G.

    "Es gibt keine guten - und keine schlechten Menschen. Es gibt gute - und schlechte Taten." (unbekannt)

  • Danke schön für eure Rückmeldungen.


    LOONA

    Der Gutachter will vor Kollegen den Fall meines Sohnes vorstellen. Mein Sohn soll anonym dabei sitzen.


    Gaby

    Es geht um die nächste Lockerungsstufe.

    Vor der Genehmigung hat die Klinik diesmal einen Gutachter beauftragt. Das war bei der ersten Verurteilung nicht der Fall.


    Der Gutachter war inzwischen sogar drei Mal bei meinem Sohn.

    Da denkt man, vielleicht kommt er zu dem Ergebnis, dass der 64iger doch nicht die richtige Maßnahme ist.

    Diese Sorge hat er uns bei seinem letzten Besuch zum Glück schon mal genommen.


    Die Situation, dass man still dabei sitzt während zig fremde Leute die Details deines Falles besprechen, stelle ich mir spooky vor.

  • Hallo Seniorenkino,


    Vor der Genehmigung hat die Klinik diesmal einen Gutachter beauftragt. Das war bei der ersten Verurteilung nicht der Fall.


    Der Gutachter war inzwischen sogar drei Mal bei meinem Sohn.

    wie schon gesagt, ein Gutachten beinhaltet mehr als ein Treffen. Das dies nun passiert ist, auch wenn es dich verwundert und beunruhigt hat, weil das im Gegensatz zur ersten Verurteilung nicht statt gefunden hat, nicht verwunderlich. Er ist Wiederholungstäter und wahrscheinlich schaut man jetzt genauer auf ihn.

    Die Situation, dass man still dabei sitzt während zig fremde Leute die Details deines Falles besprechen, stelle ich mir spooky vor.

    Das ist eine große Herausforderung für deinen Sohn. … Vielleicht sieht der Gutachter in diesem Vorschlag eine Chance. Dein Sohn müsste sich anhören, wie die "Norm" ist und in wieweit sein Verhalten davon abweicht.


    Drücke euch die Daumen und wünsche alles Gute!

    "Es gibt keine guten - und keine schlechten Menschen. Es gibt gute - und schlechte Taten." (unbekannt)

  • Ja, man schaut genauer hin.

    Zurecht.

    Und man probiert etwas neues aus.

    Gut so. Denn so wie es vorher lief, hat es die Wiederholungstat nicht verhindert.


    Mein Sohn hat zugestimmt, wenn auch mit Fracksausen.

    Nichts wünsche ich mir mehr für ihn, als eine straffreie Zukunft.


    Sohn hat gestern abend noch angerufen.


    Es war traurig und schwer.

    Einmal editiert, zuletzt von Chris () aus folgendem Grund: Doppelpostings zusammengeführt

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